Ex-HSH-Nordbank-Chef Nonnenmacher muss nicht vor Gericht

Kiel. Der Ex-Chef der HSH Nordbank, Dirk Jens Nonnenmacher, muss nicht in Kiel vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft hat ein Ermittlungsverfahren wegen falscher Verdächtigung eingestellt. Nonnenmacher war vorgeworfen worden, 2009 gemeinsam mit einem leitenden Angestellten und unter Mitwirkung eines Sicherheitsunternehmens das damalige Vorstandsmitglied Frank Roth zu Unrecht angezeigt zu haben. Roth war mit der Begründung fristlos entlassen worden, er habe Interna der Bank an die Presse weitergegeben. Vorgelegte angebliche Beweise stellten sich bald als fingiert heraus. Die Bank musste Roth mit einer Millionensumme entschädigen.

Nonnenmacher war von November 2008 bis März 2011 Vorstandsvorsitzender der HSH Nordbank. Das Institut war im Zuge der Finanzmarktkrise schwer ins Schlingern geraten.