Grabau

Hunderte bei Kundgebung gegen Fremdenfeindlichkeit

Mira Frenzel

Foto: Mira Frenzel

Nach dem Rauchpatronen-Anschlag auf ein von Flüchtlingen bewohntes Haus in Grabau am 2. Januar rief das Oldesloer Bündnis gegen Rechts zur Solidaritätskundgebung.

Bad Oldesloe. Bis auf den letzten Platz gefüllt war die Peter-Paul-Kirche in Bad Oldesloe am Sonnabend. Hunderte waren dem Aufruf des Bündnis gegen Rechts gefolgt und zur Solidaritätskundgebung gekommen. "Ich freue mich, dass so viele hier sind, bin aber nicht überrascht", sagte Initiator Walter Albrecht.

Am 2. Januar, hatten sechs Bewohner eines Flüchtlingsheims in Grabau ihre Unterkunft verlassen müssen, nachdem ein oder mehrere Unbekannte einen Rauchkörper im Treppenhaus platziert und starken Qualm verursacht hatten.

Nach einer Schweigeminute für die Opfer der Anschläge in Paris, ging es in den Ansprachen der zwölf Redner, darunter der Landtagsabgeordnete Tobias von Pein (SPD) und der Bundestagsabgeordnete Konstantin von Notz (Grüne), um Toleranz, Offenheit und Nächstenliebe für die Menschen, die aus ihrer Heimat flüchten mussten. Einer der betroffenen Grabauer Flüchtlinge dankte den Oldesloern und den Grabauern in seiner Rede für die Reaktionen auf die Attacke: "Sie lassen uns wieder Sicherheit fühlen."

Nach einer Stunde endete die Kundgebung, die letzten Worte hatte Initiator Albrecht: "Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz haben weder in Grabau, noch im Stormarn, noch in der Welt etwas zu suchen. Wir werden diese Tendenzen bekämpfen."

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