Bußgeld: Drohne fotografierte ohne Genehmigung

Schwerin. Das Verkehrsministerium in Mecklenburg-Vorpommern hat erstmals ein Bußgeld gegen einen Luftbildfotografen verhängt, der mit einer Drohne arbeitet. Der Unternehmer muss 1500 Euro Strafe zahlen, sagte ein Sprecher des Ministeriums am Dienstag. Der Fotograf habe die Strafe bereits akzeptiert.

Der Mann soll die Drohne mehrfach ohne die notwendige Aufstiegsgenehmigung genutzt und die Bilder auch veröffentlicht haben. Beim Hafenfest in Ueckermünde sei die Drohne mehrfach abgesackt und sehr tief über die Leute hinweggeflogen. Weitere Anzeigen habe es bei der Polizei gegeben.

Das Ministerium ist die oberste Luftfahrtbehörde und deshalb für die Überwachung solcher Aktivitäten zuständig. Solche unbemannten Flugobjekte dürfen nur mit Aufstiegsgenehmigung, die 150 Euro kostet, betrieben werden und maximal 100 Meter hoch fliegen.

In Sachsen war Anfang 2014 ein ähnlicher Fall bekannt geworden. Ein Mitglied der Piratenpartei sollte 500 Euro Bußgeld zahlen, weil der Mann im Herbst 2013 während einer CDU-Wahlkampfveranstaltung mit Bundeskanzlerin Angela Merkel in Dresden eine Drohne hatte aufsteigen lassen. Auch er soll keine Genehmigung gehabt haben. Den Bescheid hatte das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung erlassen. Bei solchen Verstößen sind Bußgelder bis zu 50.000 Euro möglich.