Marodes Gebäude: Helgoländer Aquarium steht vor dem Aus

Helgoland. Das Aquarium auf Deutschlands einziger Hochseeinsel steht vor dem Aus. Wie ein Gutachten ergab, ist das denkmalgeschützte Gebäude so marode, dass nur eine elf Millionen Euro teure Sanierung einen Abriss verhindern könnte. So viel Geld „kann und will“ der Betreiber des Aquariums – das Alfred-Wegener-Institut (AWI) – nicht aus seinem Forschungs-Etat bezahlen. Eigentümer des Gebäudes ist der Bund. Seit Jahren führe das Direktorium Gespräche mit der Gemeinde Helgoland, dem Land Schleswig-Holstein und dem Bund, um Fördermittel für einen Neustart des Aquariums zu erschließen. Bisher ohne Erfolg, hieß es beim AWI: „Sollte sich keine kurzfristige Lösung abzeichnen, muss der Aquariumsbetrieb eingestellt werden.“ In dem Aquarium sind Helgoländer Hummer, Haie und Rochen zu sehen. Die 19 großen Becken sind Lebensräumen der Unterwasserwelt der Nordsee nachempfunden.