Umstrittener Plan: Gymnasium will Cannabis anbauen

Mellendorf. Mit Plänen für den Anbau von Cannabis hat das Gymnasium Mellendorf in der Region Hannover für Wirbel gesorgt. Die Schulgarten-AG will dort Hanf züchten, Ziel ist die Untersuchung von nachwachsenden Rohstoffen. Von einer Sprecherin der niedersächsischen Landesschulbehörde in Lüneburg hieß es dazu: „Wir prüfen das Ganze nun noch einmal rechtlich.“

So lange sei das Projekt an der Schule vorerst auf Eis gelegt worden. Das Gymnasium selbst will sich zum Cannabis-Anbau nicht äußern. „Wir verweisen auf die Stellungnahme der Landesschulbehörde“, sagte eine Sekretärin. Die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ hatte berichtet, die Schüler hätten bereits zehn Gramm Saatgut gekauft. Damit könne auf einer Fläche von zwei Quadratmetern Cannabis angebaut werden. Dabei soll es sich aber um Pflanzen handeln, die so wenig THC-Wirkstoff haben, dass aus ihnen kein Rauschmittel gewonnen werden könne.

Der Anbau des Cannabis an der Schule in Mellendorf war auch ganz offiziell bei der Bundesopiumstelle des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte beantragt worden. Die Stelle hatte den Anbau genehmigt und daraufhin routinemäßig und ordnungsgemäß das zuständige Landeskriminalamt in Niedersachsen über das anstehende Schulprojekt des Gymnasiums informiert.