Abendblatt-Regionalausgaben erklären Kommunalpolitik

Ahrensburg. Bürgermeister ist in Schleswig-Holstein nicht gleich Bürgermeister. Der eine sitzt von Berufs wegen in seinem Rathaus und verwaltet, der andere ist ein ehrenamtlicher Politiker in seinem Dorf. Beide beschäftigen sich viel mit Haushalt, was allerdings nichts mit Abwasch und Kochen zu tun hat. Sondern mit Steuergeld. Und beide umwerben den Wähler – der übrigens mehr Einflussmöglichkeiten hat, als ihm oftmals selbst bewusst ist.

Das sind nur einige Aspekte der neuen Abendblatt-Serie „Wie funktioniert Kommunalpolitik?“, die von Montag an wöchentlich in den drei schleswig-holsteinischen Regionalausgaben für Norderstedt, Pinneberg und Stormarn erscheint. In elf Folgen werden Zuständigkeiten, Verantwortlichkeiten und Zusammenhänge anhand einer unterhaltsamen Reportage erklärt. Dazu gibt es in Kurzform hilfreiche Informationen, außerdem ausgewählte Stellen aus Gesetzestexten. Ferner kommen renommierte Staatsrechtler und Politikwissenschaftler zu Wort.

Einer von ihnen ist Utz Schliesky, Professor am Lorenz-von-Stein-Institut für Verwaltungswissenschaften an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und Direktor des schleswig-holsteinischen Landtags. Er äußert sich auch zur Wahlbeteiligung bei der Kommunalwahl 2013, die bei weniger als 50 Prozent lag: „Der Hauptgrund für die Wahlmüdigkeit liegt meines Erachtens in der Unkenntnis der Wahlberechtigten. Den meisten von ihnen ist nicht bekannt, welche weitreichenden Gestaltungsmöglichkeiten vor Ort tatsächlich bestehen.“

Besonders groß sei die Wahlzurückhaltung bei Jüngeren, so Schliesky, der in diesem Zusammenhang unter anderem von „Desinteresse“ und „Unkenntnis“ spricht. Dazu passt eine Umfrage in Ahrensburg unter 2000 Schülern. 97,4Prozent wussten nicht, was die Stadtverordnetenversammlung (das örtliche Parlament) ist.

Mehr dazu unter www.abendblatt.de und in unseren drei Regionalausgaben in Schleswig-Holstein