JadeWeserPort: Lohnverzicht soll Jobs retten

Wilhelmshaven. Über Lohnverzicht versuchen die Beschäftigten von Deutschlands einzigem Tiefseewasserhafen, dem JadeWeserPort, ihre Arbeitsplätze zu sichern. „Wir haben knapp 13 Prozent für die Kollegen in der höchsten Lohngruppe angeboten“, sagte der zuständige Verhandlungsführer der Gewerkschaft Ver.di, Dirk Reimers. „Das entspricht 5500 Euro.“ Die Laufzeit der angestrebten Beschäftigungssicherung läge bei zwölf Monaten. Hafenbetreiber Eurogate sei die Summe aber zu gering, sagte Reimers. Ein neuer Verhandlungstermin steht noch nicht fest.

Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) nannte die Betriebsversammlung, auf der die Möglichkeiten für Einsparungen erörtert wurden, dennoch einen Erfolg. „Das ist eine gute Grundlage, um die Gespräche zum Erfolg zu führen“, sagte er. Er setze darauf, dass die Verhandlungspartner nun möglichst schnell nach Möglichkeiten für eine zufriedenstellende Einigung suchen. „Es gibt eine positive Prognose, was die Zukunft des Hafens angeht, da brauchen wir jeden qualifizierten Kollegen“, sagte Lies. Weil zu wenig Schiffe zu wenig Beschäftigung bringen, schickte der Terminalbetreiber 300 der rund 400 Mitarbeiter in Kurzarbeit. Mit dem Auslaufen dieser Überbrückungslösung werden neue Wege gesucht, um Kündigungen zu vermeiden.