Fahndung über Facebook läuft in Niedersachsen gut

Hannover. Die niedersächsische Polizei hat positive Erfahrungen mit der Fahndung im sozialen Netzwerk Facebook gemacht. „Die Aufrufe führen in der Regel zu zahlreichen Hinweisen“, sagte der Sprecher des Landeskriminalamts, Frank Federau. „Wir können auf diese Weise vor allem jüngere Leute erreichen.“ Das Landeskriminalamt hatte im Juni 2012 mit der Facebook-Fahndung begonnen. Seither gab es 176 Aufrufe oder Informationen.

Auch Fotos aus Überwachungskameras würden in Absprache mit dem Landeskriminalamt Niedersachsen gepostet. Wie viele Kriminalfälle durch die Veröffentlichung im sozialen Netzwerk aufgeklärt wurden, lasse sich allerdings nur schwer sagen. Sicher sei aber, dass die Polizei auf diese Weise eine Vielzahl von Hinweisen erhalte, die die Ermittlungen voranbringen. Über Facebook werde dabei „kein Kleinkram“ veröffentlicht. Es gehe um schwere Straftaten oder Seriendelikte, aber auch um Warnmeldungen oder die Suche nach vermissten Personen.

Um Datenschutzbedenken zu begegnen, werden alle Fahndungsaufrufe zunächst auf der Internetseite des LKA veröffentlicht. Ein Link führt Interessenten von der Fanseite bei Facebook auf die LKA-Seite. So werde verhindert, dass personenbezogene Daten auf der US-amerikanischen Datenbank von Facebook gespeichert werden.