Neujahrsnacht

Silvesterbilanz im Norden: Brände, Unfälle, Streitereien

In Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Bremen rückten Polizei und Feuerwehr Hunderte Male aus. Trotzdem sprachen die Einsatzkräfte von einer vergleichsweise friedlichen Nacht.

Hamburg/Kiel. Das neue Jahr hat für die Polizei und Feuerwehr in Niedersachsen und Bremen verhältnismäßig problemlos angefangen. Zwar berichteten die Lagedienste von deutlich mehr Einsätzen als an normalen Wochenenden – insgesamt kam es aber lediglich zu kleineren Vergehen. „Bislang ist es ruhig geblieben“, sagte ein Sprecher des Niedersächsischen Innenministeriums am frühen Mittwochmorgen. Auch in der Landeshauptstadt verlief die Nacht relativ ruhig. „Es gab viele Schlägereien und Streitereien, aber nichts Herausragendes“, sagte ein Polizeisprecher in Hannover.

In Bremen berichtete die Polizei von einer arbeitsreichen, aber friedlichen Nacht. Betrunkene Autofahrer, Schlägereien und Einbrüche ließen die Beamten bis 6 Uhr 320 Mal ausrücken. „Die hohe Zahl ist nicht ungewöhnlich“, sagte ein Polizeisprecher. In Kattenturm musste die Polizei einem 17-Jährigen zu Hilfe kommen. Er hatte in Abwesenheit seiner Eltern eine Party veranstaltet – doch als 40 unerwünschte Gäste auftauchten, eskalierte die Feier. Die Beamten fanden eine verwüstete Wohnung vor und lösten die Party auf.

Zu einem Großeinsatz rückte die Feuerwehr in Bremen zwei Stunden nach Mitternacht aus: Vor einer Schule im Stadtteil Gröpelingen brannte eine unbekannte Flüssigkeit. Die Flammen griffen auf Gegenstände im Gebäude über. Die Brandursache und die Schadenshöhe waren zunächst unklar. Insgesamt war die Feuerwehr in Bremen 50 Mal im Einsatz, der Rettungsdienst rückte rund 150 Mal aus.

Weniger Auseinandersetzungen und Streitigkeiten musste die Polizei im Landkreis Holzminden schlichten. „Wären durch unsachgemäßen Umgang mit Pyrotechnik nicht insgesamt vier Brände entstanden, wäre es aus polizeilicher Sicht ein sehr ruhiger Jahreswechsel gewesen“, sagte ein Polizeisprecher.

Auch in Schleswig-Holstein blieb es insgesamt entspannt. „Bislang gab es keine besonderen Vorkommnisse“, sagte ein Sprecher des Lagezentrums in Kiel am Mittwochmorgen. In Appen (Kreis Pinneberg) brannte nach Polizeiangaben der Dachstuhl einer Doppelhaushälfte. Knapp 100 Mal rückte der Rettungsdienst in Harrislee aus, die Feuerwehr zählte dort bis 4 Uhr 25 Einsätze.