Bremen stellt 2013 einen neuen Schuldenrekord auf

Bremen. Das kleinste Bundesland Bremen hat einen neuen Negativrekord bei den Landes- und Kommunalschulden erreicht. Die Pro-Kopf-Verschuldung lag zum Jahresende bei 30.000 Euro, teilte der Bund der Steuerzahler am Freitag mit. Ende Mai wird der Schuldenstand voraussichtlich die 20-Milliarden-Euro-Marke überschreiten.

Der Bund der Steuerzahler forderte von der Landesregierung und dem Parlament größere Anstrengungen zur Ausgabenbegrenzung. Die jährlichen Defizite müssten durch Einsparungen bei den Personal- und Sozialausgaben sowie Subventionen und Finanzhilfen verringert werden. Andernfalls gerate das Ziel in Gefahr, von 2020 an ganz ohne neue Schulden auszukommen.

Im bundesdeutschen Vergleich belegt Bremen bei der Pro-Kopf-Verschuldung einen einsamen Spitzenplatz. Erst mit deutlichem Abstand folgen Berlin (rund 18.200 Euro), das Saarland (16.100 Euro) und Nordrhein-Westfalen (14.700 Euro). Die Länder Sachsen (2302 Euro Schulden je Einwohner) und Bayern (3384 Euro) schneiden am günstigsten ab, während Niedersachsen (8813 Euro) unter dem Durchschnitt aller 16 Bundesländer von 9703 Euro rangiert.