Philipp Buchholz

Der „Held des Nordens“ ist gefunden

Der 18-jährige Philipp Buchholz ist „Held des Nordens“ 2013. Er half der Polizei, einen Gewalttäter festzunehmen.

Hamburg. Diese Menschen haben alle etwas gemein: Sie haben in diesem Jahr Großes geleistet. Aber das haben sie nicht an die große Glocke gehängt. Sondern sie haben ganz selbstverständlich geholfen und mit angepackt, sie haben Zivilcourage gezeigt und sich eingemischt, oder sie haben versucht, im Rahmen ihrer Möglichkeiten dafür zu sorgen, dass es in unserer Welt ein bisschen friedlicher und gerechter zugeht: Da ist Philipp Buchholz, der der Polizei half, einen Gewalttäter festzunehmen. Da ist Michael Raddatz, der im Sommer als Freiwilliger Feuerwehrmann in Lauenburg tagelang gegen das Elbehochwasser angekämpft hat. Hans Detlef und Gertrud Reichow aus Uetersen wollen einem einsamen und verlassenen Menschen eine Familie sein. Sigrid Bade hat sich in ihrer Heimatstadt Bad Nenndorf unerschrocken gegen den Rechtsextremismus engagiert, Siegfried Logall aus Demmin in Mecklenburg-Vorpommern hilft Kindern in Not. Und schließlich ist da auch noch der Afghane Arwin Mostauli, inzwischen Hamburger, der früher selbst gewalttätig war und der mit seinem „Toleranz-Training“ verhindern will, dass Kinder und Jugendliche Problemen mit Gewalt begegnen. Sie alle sind wahre Helden – Helden des Alltags, die wohl eine Auszeichnung verdient hätten.

Zwei Wochen lang haben das Hamburger Abendblatt, der NDR und die drei großen norddeutschen Tageszeitungen „Hannoversche Allgemeine Zeitung“, „Ostsee-Zeitung“ und „Kieler Nachrichten“ gemeinsam den „Helden des Nordens 2013“ gesucht. Jetzt haben die Leser und Hörer sich für den 18 Jahre alten Philipp Buchholz aus dem niedersächsischen Sarstedt entschieden. Im Sommer hatte der angehende Garten- und Landschaftsbauer in einem Zug beobachtet, wie eine Frau geschlagen wurde. Er verfolgte den Schläger und gab dabei der Polizei die entscheidenden Hinweise für die Festnahme mit seinem Mobiltelefon durch. Die Bundespolizei Hannover bezeichnete seine Vorgehensweise als „vorbildlich“: Er habe geholfen, ohne sich dabei selbst in größere Gefahr zu bringen.

Mehr als 3400 Leser und Hörer haben an der Abstimmung zum „Helden des Nordens“ teilgenommen, mit der Aussicht, eine Reise zu gewinnen. Drei von ihnen haben Preise gewonnen – zur Verfügung gestellt von „Gebeco Länder erleben“. Der erste Preis – eine neuntägige Erlebnisreis für zwei Personen nach China – geht an Corinna Praechter aus Ribnitz. Über eine fünftägige Reise nach Florenz kann sich Günther Boritzka aus Albersdorf freuen. Der dritte Preis geht an Ruth Lunkenheimer aus Guderhandviertel. Sie gewinnt fünf Tage in Istanbul. Die ausführlichen Porträts der Kandidaten gibt es unter www.abendblatt.de/helden-des-nordens; die Radioporträts aller Kandidaten finden Sie im Internet unter www.ndr.de/heldendesnordens.