Bessere Lehre und mehr Frauen – Land erhöht Mittel für Hochschulen

Kiel. Die neun Hochschulen im Norden erhalten in den nächsten vier Jahren mehr Geld und verpflichten sich dafür zu besonderen Anstrengungen in der Lehre und einer Erhöhung der Frauenquote. Das sehen der Hochschulvertrag und sogenannte Ziel- und Leistungsvereinbarungen vor, die am Mittwoch in Kiel von Wissenschaftsministerin Waltraud Wende (parteilos) und den Präsidenten der Hochschulen unterzeichnet wurden.

Die Hochschulen bekommen jährlich 278 Millionen Euro, das sind strukturell 5,1 Millionen Euro mehr als zuletzt. Ein Novum: Drei Prozent der Mittel erhalten die Hochschulen nur, wenn sie jeweils speziell für sie vereinbarte Ziele tatsächlich erreichen. Zwar gebe es in anderen Bundesländern Zielvereinbarungen, aber nicht auf die einzelnen Hochschulen zugeschnitten, hieß es. „Das ist die Revolution, die wir angestrebt haben“, sagte der Präsident der Kieler Universität, Professor Gerhard Fouquet. Die einzelnen Hochschulen und Fachhochschulen ließen sich nicht über einen Kamm scheren. Ziel sei es, dass jede Hochschule ihr Profil schärfen könne. Die Last von Besoldungs- und Tariferhöhungen ist den Hochschulen zunächst einmal genommen. Im Hochschulvertrag verpflichtet sich das Land, die Erhöhungen von 2014 bis 2018 zu übernehmen. Zwei Ziele hat Waltraud Wende allen Hochschulen verbindlich vorgegeben: Die Sicherstellung hochwertiger Lehrveranstaltungen und die Verbesserung der Frauenquote.