Straßenschäden im Nordosten kosten 50,2 Millionen Euro

Schwerin. Jedes Jahr fließen mehrere Millionen Euro in die Reparatur von Schlaglöchern in Mecklenburg-Vorpommerns Straßen. Zum Winter haben die Kommunen zwar die gröbsten akuten Schäden beseitigt, doch einige alte Fahrbahnen erweisen sich als Dauerpatienten.

In diesem Jahr gab die Landeshauptstadt Schwerin rund zwei Millionen Euro für Reparaturen an Straßen und Gehwegen aus. Dies reiche aber längst nicht aus. Die sogenannten Winterschäden der vergangenen Saison seien zwar behoben, doch konnten nicht alle Straßenschäden im Stadtgebiet beseitigt werden. Erhebliche Mittel seien nötig, um das gesamte Fahrbahnnetz grundlegend in Ordnung zu bringen. Eine Mitarbeiterin der Stadt schätzte den Finanzbedarf auf einen siebenstelligen Euro-Betrag. Die größten Probleme bestünden bei relativ alten Straßen. Größere Schäden, die sich jetzt im Winter auftun, könnten wegen der Kälte nur notdürftig geflickt werden.

Laut Verkehrsministerium gibt es landesweit wegen des begrenzten Budgets klare Prioritäten für das Sanieren von Straßen. Dazu gehörten neben dem Alter auch der Zustand, die Verkehrsbelastung und die Sicherheit. 2013 standen für die Erhaltung von Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen insgesamt 46,7 Millionen Euro zur Verfügung. Zusätzlich flossen bei akuten Schäden etwa 3,5 Millionen Euro für Sofortmaßnahmen, um der Verkehrssicherungspflicht nachzukommen – insgesamt 50,2 Millionen Euro. Es wurden Löcher geflickt, Risse saniert und größere Einzelflächen erneuert.

Insgesamt betreut die Straßenbauverwaltung des Landes gut 528 Kilometer Autobahnen, 1970 Kilometer Bundesstraßen, 3266 Kilometer Landes- und 1255 Kilometer Kreisstraßen.

Wismar konnte sämtliche Straßenschäden aus dem vergangenen Winter beheben, auch Stralsund reparierte sofort nach dem Frost von März an seine Straßen. Sämtliche Winterschäden seien beseitigt worden, so ein Sprecher. Für eine grundlegende Erneuerung oder der betroffenen Fahrbahnen fehlte der Stadt allerdings das Geld.