Albig besucht China – ein Milliardenmarkt für Schleswig-Holstein

Shanghai. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) ist am Sonntag zu einem sechstägigen Besuch in China eingetroffen. Begleitet wird er von einer Wirtschaftsdelegation. Ziel ist der Ausbau der Kooperation mit der Partnerregion Zhejiang. Albig: „Es ist für mich sehr spannend, den zweitgrößten Handelspartner unseres Bundeslandes zu besuchen.“

Zum Auftakt am Sonntagabend stand ein Essen der Delegation mit Generalkonsul Wolfgang Röhr auf dem Programm. Von Montag an will Albig in Begleitung von Vertretern aus Wissenschaft und Wirtschaft die Niederlassungen von norddeutschen Firmen im Reich der Mitte besuchen. Unter anderem ist der Sozialdemokrat mit dabei, wenn die erste chinesische Tochterfirma des Kaltenkirchener Schiffbauzulieferers Wiska eröffnet wird. China ist wichtigster Handelspartner des nördlichsten Bundeslandes nach Dänemark.

Nach Angaben der Wirtschafts- und Technologieförderung Schleswig-Holstein exportierten hiesige Firmen 2012 Waren für mehr als 950 Millionen Euro nach China – fast eine Milliarde Euro. Das Schleswig-Holstein Business-Center ebnete 200 Firmen den Weg in den chinesischen Markt. Im Gegenzug siedelten sich seit 2008 insgesamt 30 chinesische Unternehmen im Norden an und schufen mehr als 200 Arbeitsplätze. Albig will in China auch über Menschenrechte sprechen.