Sturm im Norden: Bäume umgeknickt, Sylt-Shuttle erneut eingeschränkt

Flensburg . Knapp eine Woche nach dem verheerenden Sturm „Christian“ ist am Sonntag der nächste Herbststurm über den Norden hinweggefegt. Insgesamt mussten Polizei und Feuerwehr etwa 80-mal wegen umgeknickter Bäume und herabfallender Gegenstände ausrücken. Verletzt wurde jedoch niemand. Betroffen waren nach Angaben von Polizei und Feuerwehr vor allem der Kreis Nordfriesland, Flensburg und der Kreis Schleswig-Flensburg. „Vom Umfang her war das jedoch deutlich weniger als beim Sturmtief ,Christian‘“, sagte ein Polizeisprecher. Vor allem an der Nordseeküste wie in St. Peter-Ording herrschten Windgeschwindigkeiten von teils 95 Kilometern pro Stunde.

Bei einem Hagelschauer auf der Bundesstraße 200 nahe Flensburg fuhren vier Fahrzeuge ineinander, es entstand jedoch nur Blechschaden. In Flensburg lösten sich Ziegel von einem Dach, verletzt wurde niemand. Am späten Nachmittag war der Sturm auch schon fast wieder vorbei. Der Betrieb des Sylt-Shuttle musste vorübergehend eingeschränkt werden. Der Autozug transportierte aus Sicherheitsgründen keine größeren Fahrzeuge, sagte ein Bahnsprecher. Auf Helgoland wurde der Fährbetrieb unterbrochen.

Beim Orkantief „Christian“ hatten die Polizei in Schleswig-Holstein mehr 3600 sturmbedingte Einsätze verzeichnet.