Verwaltungsgericht verhandelt über Ausbau der A 20

Leipzig. Der Streit über ein zehn Kilometer langes Teilstück der neuen Autobahn 20 im Raum Bad Segeberg hat am Dienstag das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig beschäftigt. Kläger gegen das Land Schleswig-Holstein sind die Umweltschutzorganisationen BUND und Nabu sowie Gemeinden und Privatleute. Die Umweltschützer sehen den Fledermausbestand gefährdet. In den Segeberger Kalkberghöhlen leben bis zu 20.000 Fledermäuse aus 15 Arten, die hier ihr Winterquartier beziehen. Das Gebiet gilt als das größte Fledermausrevier Deutschlands. „Es sind sich wohl alle im Saal einig, dass dies ein bedeutendes Habitat ist“, sagte der Vorsitzende Richter des 9. Senats, Wolfgang Bier, zu Beginn der Verhandlung. Strittig ist, ob die vom Land geplanten Maßnahmen ausreichend sind, um die Fledermäuse auf ihren Flugrouten zu den Kalkberghöhlen zu schützen. Die Vertreter der beiden Umweltschutzverbände bezweifeln das. „Wir hoffen auf einen Gerichtsentscheid zur Verlegung der Autobahn-Trasse“, sagte Stefan Lüders von der Landesstelle Fledermausschutz und -forschung. Wann das Gericht seine Entscheidung verkündet, war noch nicht klar. Der Termin wird erst nach Abschluss der Verhandlung bekannt gegeben.