Warnstreiks legen Busverkehr in Kiel und Lübeck lahm

Kiel/Lübeck. Warnstreiks der Busfahrer haben am Montag den Busverkehr in Kiel und Lübeck nahezu lahmgelegt. Die meisten Busse blieben laut Gewerkschaft Ver.di in den Depots. Ihrem Streikaufruf folgten nach Angaben der Verkehrsgesellschaften in Lübeck etwa 350 und in Kiel 400 Mitarbeiter. Betroffen waren 200.000 Pendler und Schüler. Grund für die Warnstreiks war der Tarifstreit mit dem kommunalen Arbeitgeberverband. Ver.di fordert für die Beschäftigten 150 Euro mehr im Monat, die Arbeitgeber haben eine Einmalzahlung von 200 Euro und eine Erhöhung von 4,7 Prozent in zwei Stufen bis 2015 angeboten. „Das Angebot der Arbeitgeber war ein Schlag ins Gesicht“, sagt Gerhard Mette von Ver.di Nord. Nicht bestreikt wurden die Lübeck-Travemünder Verkehrsgesellschaft (LVG), die Priwall-Fähre in Lübeck-Travemünde sowie die Regionalbuslinien anderer Anbieter wie Autokraft. Am Dienstag wollen die Busfahrer ihre Arbeit wieder aufnehmen.