Kadetrinne

Zwei Wasserbomben in der Ostsee gesprengt

Die Wasserbomben aus dem Zweiten Weltkrieg waren am Wochenende aus der viel befahrenen Kadetrinne geborgen worden. Am Montagnachmittag wurden die Wasserbomben gesprengt.

Rostock/Kiel. Zwei Wasserbomben aus dem Zweiten Weltkrieg sind in der Ostsee vor der mecklenburgischen Küste erfolgreich gesprengt worden. Sie waren am Wochenende aus der viel befahrenen Kadetrinne zwischen dem dänischen Gedser und der Halbinsel Darß geborgen und mit einer speziellen Vorrichtung unter Wasser sieben Kilometer weit in Richtung Wustrow gezogen worden. Etwa 6,5 Kilometer vor der Halbinsel Darß wurden sie am Montagnachmittag gesprengt. Die Ostsee ist dort zwölf Meter tief.

Eine rund 20 Meter hohe Fontäne schoss aus dem Wasser, wie Augenzeugen berichteten. Das Gebiet war zuvor mit Schiffen weiträumig abgesperrt worden. Schweinswale wurden mit akustischen Signalen verscheucht, damit sie durch den Lärm und die Druckwelle der Sprengung keine Gesundheitsschäden erleiden.

Die jeweils etwa 140 Kilogramm schweren Bomben hatten an Deck eines im Zweiten Weltkrieg gesunkenen Vorpostenschiffs in der Kadetrinne gelegen, wie eine Sprecherin der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes in Kiel berichtete. Dort stellten sie eine Gefahr für die Schifffahrt dar. Die Kadetrinne zählt zu den am meisten befahrenen Wasserstraßen der Welt.

Die Sprengung glückte erst im zweiten Anlauf. Ein erster Versuch war am Sonntagabend gescheitert. Die von Spezialtauchern angebrachten Sprengladungen waren nicht detoniert.

Eine dritte Bombe aus dem Wrack war besser erhalten. Sie wurde bereits am Freitag gehoben und an Land gebracht. Dort werde der Munitionsbergungsdienst sie unschädlich machen, sagte die Sprecherin.

( (dpa) )

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Region