8. Maritime Konferenz

Schiffbau und IG Metall fordern Unterstützung aus Berlin

Entlassungen, Insolvenzen, Kurzarbeit: Die Lage der deutschen Werften spitzt sich dramatisch zu, so die Gewerkschaft. Sie und die Schiffbaubranche fordern von der Regierung mehr Unterstützung.

Kiel. Zur Bewältigung der schwersten Krise des globalen Schiffsbaus in der Nachkriegszeit fordern die deutschen Werften und die IG Metall mehr Unterstützung von der Bundesregierung. „Die Lage spitzt sich dramatisch zu”, sagte Meinhard Geiken, Bezirksleiter der IG Metall Küste am Donnerstag in Kiel.

Er verwies auf Entlassungen, Insolvenzen und Kurzarbeit auf Werften und in der Windkraftindustrie. Notwendig sei eine Verlängerung der Kurzarbeit auf 24 Monate wie 2009 nach dem Einbruch in der Autoindustrie.

Reinhard Lüken, Hauptgeschäftsführer des Verbandes für Schiffbau und Meerestechnik, forderte von Bund und Ländern für die nächsten drei Jahre insgesamt 105 Millionen Fördergelder für Innovationsprojekte der Branche. Auf der 8. Nationalen Maritimen Konferenz, die am Montag in Kiel eröffnet, wird auch die Lage der Werften ein Thema sein.