Niedersachsen und Bremen

Friedensaktivisten demonstrieren gegen Afghanistan-Einsatz

In Bremen, Bremerhaven, Hannover und Oldenburg fanden am Wochenende zahlreiche Protestaktionen statt. Beim größten Ostermarsch im Nordwesten in Bremen zogen rund 200 Menschen durch die Innenstadt.

Bremen. Friedensaktivisten haben am Wochenende in Niedersachsen und Bremen gegen deutsche Waffenexporte, Kampfdrohnen und den Krieg in Afghanistan demonstriert. In Bremen, Bremerhaven, Hannover und Oldenburg kamen sie am Sonnabend zu den traditionellen Ostermärschen zusammen. In Braunschweig fuhren rund 50 Demonstranten mit Fahrrädern durch die Innenstadt. Viele hatten sich die Regenbogenfahne der internationalen Friedensbewegung und Plakate umgehängt. In Heideruh in der Nordheide stand am Sonntag ein Friedensfest auf dem Programm.

Beim größten Ostermarsch im Nordwesten in Bremen zogen rund 200 Menschen durch die Innenstadt. Anschließend versammelten sie sich zu einer Kundgebung auf dem Marktplatz, wo auch der Rechtsanwalt Karim Popal sprach. Er forderte den Abzug ausländischer Truppen aus Afghanistan, da diese keinen Frieden bringen könnten. Popal vertritt Hinterbliebene von Opfern des Bombenabwurfs in Kundus, die vor dem Landgericht in Bonn finanzielle Entschädigung von der Bundesrepublik fordern.

Aus Protest gegen den Einsatz von Kampfdrohnen hielten einige Demonstranten Kampfflugzeug-Modelle in die Höhe. Eine größere Drohnen-Attrappe aus Pappmaché hatten sie auf dem Marktplatz aufgebaut. Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) will diese für die Bundeswehr anschaffen. Eine endgültige Entscheidung darüber soll in der ersten Jahreshälfte fallen.