Niedersachsen und Bremen

Ostermärsche gegen Waffenexporte

Am Sonnabend gehen zahlreiche Mitglieder der Friedensbewegung in Niedersachsen und Bremen auf die Straße. Ostermärsche sind in Oldenburg, Bremen, Bremerhaven, Hannover und Braunschweig angekündigt.

Hannover/Bremen. Zahlreiche Mitglieder der Friedensbewegung gehen in Niedersachsen und Bremen am Sonnabend gegen deutsche Waffenexporte, Kampfdrohnen oder den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan auf die Straße. Ostermärsche sind in Oldenburg, Bremen, Bremerhaven, Hannover und Braunschweig angekündigt. In der Landeshauptstadt erwarte sie bis zu 100 Teilnehmer, sagte Organisatorin Brunhild Müller-Reiß. Bei der Kundgebung in der Bremer Innenstadt soll der Rechtsanwalt Karim Popal sprechen. Er vertritt Hinterbliebene afghanischer Zivilopfer des Kundus-Bombardements im Rechtsstreit um Entschädigung.

In Braunschweig gibt es einen Fahrrad-Demonstrationszug. Bei der Abschlusskundgebung auf dem Kohlmarkt spreche der frühere evangelische Pfarrer Rudolf Albrecht, der die kirchliche Friedensbewegung der DDR mitbegründet hat, sagte Frieder Schöbel vom Friedenszentrum Braunschweig.

Die Organisatoren rechnen mit eher überschaubaren Teilnehmerzahlen. Große Demonstrationen wie noch zu Zeiten der Friedensbewegung in den 80er Jahre seien heute nicht mehr denkbar, sagte Müller-Reiß: „Da kommt man nicht ran.“ Es fühlten sich aber wieder mehr Interessenten angesprochen als noch vor fünf oder sechs Jahren, als Ostermärsche auch schon einmal ausgefallen seien.

„Wir wollen deutlich machen, dass es auch ökonomische Gewalt gibt, also Ausbeutung, die zu Konflikten und Kriegen führt“, sagte Müller-Reiß. Daher werde der Ostermarsch auch mit anderen Gruppen zusammen vorbereitet, wie etwa den Globalisierungskritikern von Attac.