Exotische Eier sind zu Ostern besonders gefragt

Viele Bestellungen bei Straußenfarmen im Norden

Roseno. Mit ihren auffallend bunten Flecken dürften sie trotz geringer Größe auch im Schnee zu finden sein - Wachteleier. Auf einer Farm im Rosenower Wald bei Schwerin, früher einziger ostdeutscher Wachtelproduzent, legen in der Saison von April an Hunderte flinke Feldhühnchen jeden Monat bis zu 3000 winzige Eier, wie Geflügelzüchter Harald Jantzen sagt. Neben Wachteleiern seien auch größere Gänse- und Enteneier für festliche Osterdekorationen gefragt.

"Das Exotische kommt beim Verbraucher gut an", meint der Geflügelhalter. Mit seiner Frau Elke hatte er 1996 die Wachtelfarm vom staatlichen Forst gepachtet, später gekauft. Einst lieferte Rosenow pro Jahr rund acht Millionen Wachteleier, ein kleiner Luxus, den es in der DDR nur in Delikatessenläden zu kaufen gab.

Allerdings mache der ausdauernde Winter dieses Jahr den Rassegeflügelzüchtern im Norden zu schaffen, erklärt Verbandssprecher Steffen Kraus. Nur mit zusätzlicher Beleuchtung in Ställen und Schlägen sowie frischer vitaminreicher Kost könne die Legeleistung in Menge und Qualität verbessert werden. "Licht und Futter, das bringt das Geflügel in Frühlingsstimmung", empfiehlt der Sprecher. Eis und Schnee lassen auch die Großen unter den Eierproduzenten nicht kalt. Auf der Straußenfarm Riederfelde bei Lübz (Kreis Ludwigslust-Parchim) haben die Hennen bislang noch nicht ein Ei gelegt, wie Inhaberin Monika Helfrich sagt. Ihre Tiere seien ganzjährig im Freien auf der Weide. "Ostern ist dieses Jahr zu früh, und der Winter dauert zu lange, eine ungünstige Mischung", so die Züchterin.

Straußenfarmer Sven Schröder versucht dem Winter ein Schnippchen zu schlagen. "Die Hennen legen im Stall und nicht im Freien", betont er. An die 30 XXL-Eier habe er schon einsammeln können. Und die seien auch allesamt vorbestellt für die Osterfeiertage, sagt Schröder.