Schifffahrt

IHK verabschiedet Resolution zum Nord-Ostsee-Kanal

Seit dem Totalausfall der zwei großen Schleusenkammern in Brunsbüttel am 6. März kann der Kanal nur noch von Schiffen bis zu 125 Metern Länge genutzt werden.

Kiel Die Industrie- und Handelskammer zu Flensburg (IHK) hat die Bundesregierung aufgefordert, den Nord-Ostsee-Kanal (NOK) schnellstmöglich wieder befahrbar zu machen. An oberster Stelle stehe ein Paket von Sofortmaßnahmen zur Intensivierung der vorbeugenden Instandhaltung an den Schleusen sowie zum Aufbau einer geeigneten „Notfallvorsorge“, um Störungen rasch beheben und bei Schleusenausfällen die Ausfallzeiten minimieren zu können, heißt es in einer am Montag verabschiedeten Resolution.

IHK-Präsident Uwe Möser betonte, dass die Erhaltung des NOK nicht nur im Interesse der deutschen Wirtschaft liege, sondern auch eine völkerrechtliche Verpflichtung der Bundesrepublik sei. „Nicht nur wir, sondern alle Ostseeanrainer werden durch den derzeitigen Stillstand am Kanal geschwächt. Dieser Zustand muss schnellstens beendet werden“, forderte er.

Der desolate Zustand der Schleusenanlagen vor allem in Brunsbüttel sei kurzfristig nicht zu verändern, hieß es in der Resolution. Es werden etwa sechs bis sieben Jahre vergehen, bis die neue Großschleuse in Brunsbüttel betriebsbereit ist und damit die Sanierung der bestehenden großen Schleusen beginnen kann. In diesem Zeitraum seien weitere Störungen an den bestehenden Schleusenkammern zu erwarten, auf die kurzfristig reagiert werden müsse.

Seit dem Totalausfall der zwei großen Schleusenkammern in Brunsbüttel am 6. März kann der Kanal nur noch von Schiffen bis zu 125 Metern Länge genutzt werden. Damit sei die meistbefahrene künstliche Wasserstraße der Welt für die Standard- Feedercontainerschiffe derzeit nicht passierbar.