Kiel

Drogen und Waffen - Zwei Kieler „Mongols“-Rocker in Haft

Null Toleranz für Rockerbanden: Der Chef der Kieler „Monogols und sein Fahrer wurden beim Blizeinsatz von Spezialkräften mitten in Hamburg festgenommen, Drogen und ein Waffen sichergestellt.

Hamburg/Kiel Nach der spektakulären Festnahme in Hamburg sitzen zwei Männer der Kieler Rockerbande „Mongols“ jetzt im Gefängnis. Gegen den Anführer und seinen Fahrer erließ das Amtsgericht Kiel am Freitag Haftbefehl. Bei dem Anführer wurden 25 Gramm Kokain gefunden, außerdem hatte er eine scharfe Schusswaffe bei sich, teilte das Landeskriminalamt und die Staatsanwaltschaft in Kiel mit. Oberstaatsanwältin Birgit Heß sagte, dem Anführer werde Drogenhandel vorgeworfen und seinem Fahrer Beihilfe.

Spezialkräfte des Landeskriminalamtes Schleswig-Holstein hatten am Donnerstag um 13.15 Uhr das Auto der Rocker im fließenden Verkehr gestoppt und sie aus dem Fahrzeug geholt. Dem Anführer stülpten die Polizisten eine Augenbinde über. Nach der Festnahme seien in Kiel und Neumünster acht Wohnungen und der Treffpunkt durchsucht worden.

Die Durchsuchungsbeschlüsse richteten sich auch gegen weitere Mitglieder der „Mongols“, unter anderem wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz. Dabei seien weitere Beweismittel, etwa Munition für den Revolver, noch zu untersuchende Substanzen und Computeranlagen sichergestellt worden.

Die seit 2009 praktizierte Null-Toleranz-Strategie gegen Rocker-Gruppierungen werde in Schleswig-Holstein konsequent fortgesetzt, „die gesamte Organisation der Mongols Kiel ist im Visier der Ermittler“, hieß es. Auch nach Erlass der Haftbefehle werde weiter ermittelt. Das Mitführen des schussbereiten Revolvers dokumentiere die Gefahr, die von diesem Personenkreis ausgehe.