Ostsee-Gewässer

Radarsystem soll Schiffsverkehr im Fehmarnbelt überwachen

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Das System soll rund um die Uhr besetzt sein und den Verkehr während des Tunnelbaus steuern, um Kollisionen zu verhindern.

Kopenhagen/Fehmarn. Ein rund um die Uhr besetztes Radarsystem soll den Schiffsverkehr während des Baus des Fehmarnbelttunnels überwachen und steuern. Dadurch solle die Gefahr von Kollisionen verringert werden, sagte eine Sprecherin der Planungsgesellschaft Femern A/S am Dienstag.

Geplant sei ein gemeinsames Überwachungssystem (Vessel Traffic Service, kurz VTS), das durch kontinuierlichen Funkkontakt jedes Schiff sicher durch das Ostsee-Gewässer leiten könne.

Durch den Fehmarnbelt fahren jedes Jahr rund 47.000 Schiffe. Dazu kommen etwa 38.000 Fährüberfahrten zwischen Puttgarden und Rødbyhavn. Während der siebenjährigen Bauzeit des Absenktunnels zwischen Dänemark und Deutschland wird der Verkehr durch Bagger und Arbeitsschiffe stark ansteigen. Gegner des Tunnelprojektes befürchten Schiffsunfälle und Umweltschäden.

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