Streit um Maßnahmen

Küstenländer fordern weiter staatlichen Piratenschutz

Sowohl Hamburg als auch Niedersachsen bekräftigten ihre Ablehnung privater Sicherheitsdienste für Handelsschiffe zum Schutz vor Piraten.

Hannover/Berlin. Im Streit um den Schutz für Handelsschiffe vor Piraten haben die Küstenländer Hamburg und Niedersachsen ihre skeptische Haltung zu privaten Sicherheitsdiensten bekräftigt. "Der Bundesinnenminister versucht sich aus der Verantwortung zu stehlen. Der Schutz deutscher Schiffe vor Piratenangriffen muss Sache der Bundespolizei und Marine bleiben", sagte Hamburgs Innensenator Michael Neumann (SPD) der Tageszeitung "Die Welt". Der Schutz der Frachtschiffe sei eine "hoheitliche Aufgabe". Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann (CDU) mahnte ein abgestimmtes Gesamtkonzept der Regierung an. Nur flankierend dazu müsse der Einsatz privater Sicherheitsunternehmen geprüft werden. Die Bundesmarine sollte ihren Einsatz am Horn von Afrika auf deutsche Handelsschiffe gezielt ausweiten.

Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) forderte dagegen die deutschen Reeder auf, selbst mehr für den Schutz ihrer Schiffe zu tun.

( (dpa) )

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Region