Halbinsel Fischland-Darß-Zingst

Verkehrsminister: Darßbahn kann geplant werden

| Lesedauer: 2 Minuten

Nach einem Gutachten zur Wirtschaftlichkeit gab Verkehrsminister Volker Schlotmann grünes Licht. Die Kosten lägen bei rund 38 Millionen Euro.

Schwerin. Die für die Verkehrssituation auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst wichtige Darßbahn kann geplant werden. Nach der Auswertung eines Gutachtens zur Wirtschaftlichkeit gab Verkehrsminister Volker Schlotmann (SPD) grünes Licht. Die Kosten lägen bei rund 38 Millionen Euro, sagte Schlotmann am Freitag in Schwerin. „Wir haben gute Chancen, ein ökologisch wertvolles Gebiet in Zukunft umweltfreundlich, staufrei und bequem mit der Bahn zu erreichen.“ Die neue Strecke soll von der Usedomer Bäderbahn (UBB) betrieben werden 2016 bis Zingst in Betrieb gehen. In einem zweiten Bauabschnitt soll sie dann bis Prerow verlängert werden.

Baubeginn könnte bei optimalem Planungsverlauf Ende 2013 sein. Dazu gehöre auch der Neubau der Meiningenbrücke bei Barth über den Bodden als kombinierte Straßen- und Eisenbahnbrücke. Bis 1945 verkehrten auf der etwa 19 Kilometer langen Darßbahn über den heutigen Endbahnhof Barth hinaus Personenzüge über Zingst bis nach Prerow. Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) zeigte sich als Befürworter des Projekts. „Die Darßbahn würde uns helfen, eine unserer beliebtesten Tourismusregionen für Gäste und Einheimische besser zu erschließen.“ Nach Ansicht von Wirtschaftsminister Jürgen Seidel (CDU) werde mit der Darßbahn das Zusammenwachsen zweier Tourismusregionen unterstützt. Die Tourismusregion Usedom, einschließlich das polnische Swinemünde, und die Tourismusregion Halbinsel Fischland-Darß-Zingst wüchsen zu einem Tourismuswirtschaftsraum zusammen.

Der FDP-Fraktionsvorsitzende im Landtag, Michael Roolf, begrüßte die Entscheidung der Landesregierung zum Bau der Darßbahn. „Wir freuen uns, dass unsere Landtagsaktivitäten aus dem Jahr 2009 jetzt von Erfolg gekrönt sind“, sagte Roolf. Der FDP-Antrag zum Bau der Bahn war noch von der Koalition abgelehnt worden. Nun sei dieFDP sehr glücklich, dass die SPD/CDU-Regierung dieses wichtige Infrastruktur-Projekt umsetze, „das man mit vollem Herzen unterstützen kann“.

Nach Worten von Mathias Löttge, Vorsitzender des Tourismusverbands Fischland-Darß-Zingst , haben die Touristiker dieser Urlaubsregion mehr als zehn Jahre für die Bahn gekämpft. Sie sei eine umweltfreundliche Alternative zum Individualverkehr auf der Halbinsel.

( (dpa/abendblatt.de) )

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Region