Krise der HSH Nordbank

Carstensen erkennt „gewisse Beruhigung" bei der HSH Nordbank

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Peter Harry Carstensen (CDU) sieht die HSH Nordbank nach ihrer Restrukturierung wieder auf einem besseren Weg.

Kiel. Die Kernkapitalquote der Bank betrage „über zehn Prozent“, sagte Carstensen am Dienstag in Kiel. Zuvor hatten der Vorstandsvorsitzende Dirk Jens Nonnenmacher und Aufsichtsratschef Hilmar Kopper das Kabinett über die aktuelle Situation informiert. Die gemeinsame Landesbank von Hamburg und Schleswig-Holstein sei zwar „nicht in einer komfortablen Situation“, es gebe mittlerweile aber eine „gewisse Beruhigung“, sagte Carstensen. So gebe es beim Kreditersatzgeschäft keine weiteren Abschreibungen, sondern teilweise wieder Wertsteigerungen. Das Geschäft der Bank sei 2009 besser gelaufen als erwartet.

In den ersten neun Monaten dieses Jahres war die Bank unterm Strich allerdings noch tiefer in die Verlustzone gerutscht. Nach einem Minus von 466 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum fiel ein Konzernverlust von 821 Millionen Euro an. Für das laufende Jahr rechnet die HSH Nordbank mit einem Verlust in Höhe von einer Milliarde Euro vor Garantiekosten. Auch für 2010 rechnet Nonnenmacher mit einem deutlichen Verlust. Im Frühjahr hatten die Hauptanteilseigner Hamburg und Schleswig-Holstein die Bank mit einer Finanzspritze in Höhe von drei Milliarden Euro und weiteren Garantien vor der Schließung bewahrt. Die HSH Nordbank hatte im vergangenen Jahr 2,7 Milliarden Euro Verlust gemacht und den Bankenrettungsschirm SoFFin in Anspruch genommen.