Wegen rechter Gesinnung

Stadtverwaltung Uelzen kündigt Vertrag mit Taxifahrer

Der Taxifahrer habe täglich Schüler gefahren und dabei Musik von einschlägig bekannten Gruppen gehört. Verwaltung kündigte Schülerbeförderungsvertrag.

Uelzen. Die Stadtverwaltung in Uelzen hat einen Schülerbeförderungsvertrag mit einem Taxifahrer gekündigt, der eine rechte Gesinnung haben soll. Er habe täglich Schüler gefahren und dabei Musik von einschlägig bekannten Gruppen gehört, sagte die Sprecherin der Stadt Uelzen am Dienstag. Bei einer Prüfung habe die Stadt auch auf der Homepage des Unternehmens über mehrere Verlinkungen Einträge und Musikvideos gefunden, die auf Rechtsextremismus hinwiesen. Der Landkreis Uelzen prüfe zudem, ob dem Taxiunternehmer, der zugleich der Fahrer ist, die Genehmigung für sein Unternehmen entzogen werden kann. Die Prüfung werde noch einige Tage dauern.

Dem Sekretariat einer Schule war nach einem Bericht von NDR online die Kleidung des Mannes mit zur Szene gehörigen Symbolen aufgefallen. Die Sprecherin der Stadt bestätigte, dass es sich um Kleidung einer Marke handelt, die bei Rechtsextremen beliebt sei. Einige Schüler sprachen bei einer Infoveranstaltung der Antifaschistischen Aktion Lüneburg ein Mitglied darauf an. Dieser sagte der dpa, dass ihm der Taxifahrer bereits bekannt war, es bislang aber keine Konsequenzen gegeben habe.

Der betroffene Taxifahrer sagte, er habe sich nichts zuschulden kommen lassen. Er habe den Verdacht, dass die Konkurrenz seine Konzession haben wolle. Da auf seinen Internetauftritten Drohungen gegen ihn ausgesprochen wurden, werde er rechtlich dagegegen vorgehen wollen. (dpa)