Made in Heringsdorf

Diese Strandkörbe bieten einen Ruheplatz im Garten

Mathias Fromholz, Geschäftsführer der Strandkorbfabrik GmbH Heringsdorf, verschickt die in traditioneller Handarbeit gefertigten Strandkörbe nicht nur an Kunden in Deutschland.

Mathias Fromholz, Geschäftsführer der Strandkorbfabrik GmbH Heringsdorf, verschickt die in traditioneller Handarbeit gefertigten Strandkörbe nicht nur an Kunden in Deutschland.

Foto: dpa

Am Strand sind sie wie eine kleine Festung - ein Rückzugsort, an dem man nicht nur vor fremden Blicken, sondern auch vor Wind geschützt ist. Warum diesen Komfort nicht auch für den Garten nutzen?

Heringsdorf. Strandkörbe sind typisch deutsch. An den meisten Stränden der Welt sind sie unbekannt. In Deutschland erobern die bequemen Sitzmöbel nach den Nord- und Ostseestränden zunehmend private Gärten und die Gastronomie.

Ein Zentrum der Strandkorbproduktion ist das Seebad Heringsdorf auf der Insel Usedom. Aus der dort 1925 gegründeten Strandkorbmanufaktur sind zwei Hersteller hervorgegangen - die Firma Korbwerk , die sich in der Nachfolge der alten Manufaktur sieht, und die Strandkorbfabrik. Dritter Produzent ist eine Behindertenwerkstatt.

Die Strandkorbfabrik und Korbwerk haben ein ähnliches Profil. "Wir bauen Strandkörbe nach den Wünschen der Kunden sowie standardisierte Ware", sagte der Geschäftsführer der Strandkorbfabrik GmbH Heringsdorf, Mathias Fromholz. Die Gestelle werden aus Holz gefertigt, die Geflechte früher aus Rattan, heute aus verschiedenen Kunststoffen. "Die sind sehr praktisch und pflegeleicht, mit einer Anmutung von Rattan", meinte er. Strandkörbe schützen vor Wind und bieten bei Wunsch Schatten: "Man kann sie drehen, wie man möchte."

Die Strandkorbfabrik mit 14 Mitarbeitern hat sich nach einigem Auf und Ab am Markt etabliert. Sie sei in der Lage, im Jahr 1000 der Sitzmöbel zu produzieren und zu verkaufen. "Wir haben viele Arbeiten outgesourct, das, was andere günstiger oder in besserer Qualität machen können als wir", erläuterte der Firmenchef. Geliefert werden vor allem an Kunden in Deutschland, Österreich und der Schweiz, aber auch in entferntere Länder. Die Käufer seien dann in der Regel Deutsche, die sich damit ein Stück Heimat in den Garten holen, sagte Fromholz.