Wo man besser nur mietet

Zeitung untersucht in einem großen Immobilientest Deutschlands 100 größte Städte

Soll ich kaufen oder mieten? Eine Frage, die sich viele Menschen derzeit stellen, insbesondere angesichts der weiterhin sehr niedrigen Baugeldzinsen und der schlechten Aussichten, Kapital derzeit anderswo profitabel anzulegen. Grund genug für die Zeitung „Euro am Sonntag“, in ihrer aktuellen Titelgeschichte der Frage nachzugehen: In welcher Stadt in Deutschland lohnt es sich derzeit zu investieren, und wo sollte man davon eher Abstand nehmen? Bei der Urteilsfindung wurden aktuelle Zahlen zum Wohnungsneubau ins Verhältnis zum künftigen Bedarf gesetzt, so dass erkennbar wurde: Wie entwickelt sich die künftige Nachfrage? Auch flossen die jeweiligen Kaufpreise, die Miethöhen und deren Entwicklung sowie die Prognose der Einwohnerzahlen in die Analyse mit ein.

Das Ergebnis wird viele überraschen: Nicht Top-Standorte wie Berlin, München oder Hamburg stehen auf den vorderen Plätzen, sondern Bergisch-Gladbach, Hannover, Hildesheim und Kiel. Warum? Weil hier die Kaufpreise noch günstig sind, nicht zu viel gebaut wird und gleichzeitig die Bevölkerung wächst. Gute Aussichten also auf eine Wertsteigerung der Immobilie, konstante Mieteinnahmen und eine relativ hohe Mietrendite. Für Hannover beträgt sie beispielsweise 5,12 Prozent und in Kiel immerhin auch noch 4,48 Prozent. Für all diese Städte lautet die Empfehlung: kaufen.

Dies gilt auch für Hamburg, wenngleich hier einschränkend der Kommentar lautet: ein Top-Standort, aber bereits sehr teuer. Dementsprechend niedrig fällt die Mietrendite aus. Sie beträgt nur 3,83 Prozent. In München ist sie allerdings noch niedriger. Hier kommen Anleger nur auf 3,43 Prozent. Deshalb lautet die Empfehlung hier ebenso wie für Schwerin, Konstanz oder Recklinghausen: nur mieten.