Die Gefahr lauert unter dem Putz

Um Schimmel wirksam zu bekämpfen, muss die Ursache gefunden werden. Wann Hausmittel reichen

Zum Winterende findet man sie häufig in einem Winkel des Gebäudes: schwarze Schimmelflecken. Besonders an Außenecken oder an Eckfenstern siedeln sich die Pilze gern an. Doch auch kühle Außenwände sind gefährdet – vor allem Stellen, an denen wenig Luft zirkuliert, etwa hinter Schränken und Regalen. Betroffen sind nicht nur unsanierte Altbauten, sondern auch Neubauten und frisch gedämmte Häuser.

Kleinere oberflächliche Schäden können mit handelsüblichen Schimmelbeseitigungsmitteln bekämpft werden. Aber meist reicht das nicht aus. Denn: „Ist der Schimmel erst einmal im Haus, lässt er sich mit diesen Mitteln kaum beseitigen“, sagt Alexander Lyssoudis von der Bayerischen Ingenieurkammer-Bau. Denn die Pilze setzten sich in die Oberschicht des Wandputzes, der daher an den betroffenen Stellen entfernt werden müsse. „Man muss an die Ursache des Schimmels heran“, sagt Lyssoudis. „Wenn diese beseitigt ist und keine Nässe mehr an den befallenen Stellen auftritt, können auch Mittel aus dem Handel eingesetzt werden.“

Die Stiftung Warentest hat in einem aktuellen Test herausgefunden, dass Verbraucher dann sogar auf die chemische Keule verzichten können. Anders als Fungizide, die nach der Behandlung länger in den Räumen verbleiben und die Gesundheit der Bewohner gefährden können, verflüchtige sich zum Beispiel Alkohol nach dem Lüften schnell. „Brennspiritus und Isopropylalkohol wirken direkt und sofort“, sagt Michael Koswig von der Stiftung Warentest. „Diese dann am besten mehrmals auftragen.“