Risse in Fassade mindern den Wert der Immobilie

Eine nur oberflächliche Mängelbeseitigung kann den Wert einer Immobilie mindern. Darauf weist die Arbeitsgemeinschaft für Bau- und Immobilienrecht (ARGE Baurecht) im Deutschen Anwaltverein hin und verweist dabei auf ein Urteil des Bundesgerichtshofs (Az.: VII ZR 84/10). Im konkreten Fall ging es um Risse in der Fassade, die zwar beseitigt wurden, nicht aber deren Ursache. Schuld an den Rissen waren Schwind- oder Setzprozesse, die am Anfang durchaus üblich sind, aber in der Regel mit der Zeit abklingen. Sind diese Prozesse nicht beendet, kann der Schaden also immer wieder auftreten. Im verhandelten Fall konnte dieses Risiko neuer Risse nicht ausgeschlossen werden. Das mindert unter Umständen den Wert des Gebäudes. Will der Besitzer seine Immobilie später einmal verkaufen, muss er den Käufer nämlich auf das Problem hinweisen. Der wiederum wird wegen des Mangels möglicherweise weniger bezahlen wollen, erläutern die ARGE-Rechtsexperten.

( (dpa) )

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Wohnen