Keine Kündigung wegen Eigenbedarfs nach Streit mit Mietern

Eine Kündigung wegen Eigenbedarfs muss gut begründet sein. Das gilt insbesondere, wenn der Vermieter sich zuvor mit den betreffenden Mietern gestritten hat, wie die Zeitschrift "Mietrecht und Wohnungswirtschaft" unter Berufung auf ein Urteil des Amtsgerichts Köln mitteilt (Az.: 209 C 473/09). Andernfalls entsteht der Verdacht, der Vermieter wolle seine unliebsamen Mieter loswerden.

Im verhandelten Fall wollte der Vermieter aus seinem Penthouse in die Wohnung der Kläger im dritten Stock ziehen. Er hatte den Wunsch damit begründet, dass ihm das Penthaus zu groß geworden sei, er außerdem nicht mehr so gut Treppen steigen könne. Kurz vor der Kündigung hatten die Mieter eine Betriebskostenabrechnung angefochten und Mängel gerügt. Die Richter bewerteten es als auffällig, dass die Kündigung unmittelbar nach der Mängelrüge der Mieter erfolgte. Außerdem hätte der Vermieter auf andere Wohnungen im Haus ausweichen können.