Steilshoop: Großsiedlung am See

Aufgespürt

Steilshoop ist ein Stadtteil der Gegensätze: Einerseits eine Hochhaussiedlung, deren Fassaden an manchen Stellen betongrau und abweisend sind. Andererseits liegt der Stadtteil am idyllischen Bramfelder See, der zu Steilshoop gehört und viel Grün bietet. Auch die Schrebergärten entlang dem Grenzbach Seebek und der nahe Ohlsdorfer Friedhof mit seinen Parkanlagen sorgen für Naherholung in dem nur 2,5 km2 großen Stadtteil. Wegen der Großsiedlung mit ihren rund 7000 Wohnungen, die günstig in der Miete (zu zwei Dritteln Sozialwohnungen) und meist sehr gut geschnitten sind, ist die Bevölkerungsdichte mit 7900 Einwohnern/km2 mehr als dreimal so groß als im Hamburger Durchschnitt.

In den 70er Jahren wurde die bis zu 14geschossige Siedlung, in der 16 000 der 19 000 Steilshooper wohnen, auf dem Gelände ehemaliger Schrebergärten gebaut. Die Häuserblocks bilden mehr als 20 Ringe mit grünen Innenhöfen, in denen Spielplätze liegen. Der Anteil von Kindern und Jugendlichen an der Einwohnerschaft ist mit fast 20 Prozent höher als im Schnitt der Stadt. Dennoch muß die Gesamtschule mangels Anmeldungen ihre Oberstufe schließen. Ein Folgeangebot bis zur zehnten Klasse ist als Stadtteilschule geplant. Es gibt drei Grundschulen, mehrere Sportvereine, ein Haus der Jugend und eine Bücherhalle, die im zentralen Einkaufszentrum liegt. In die City dauert es per Auto oder Bus gut 30 Minuten. Eine U-Bahn ist seit Jahrzehnten geplant, wird aber wohl auch nicht, wie zunächst vom CDU-Senat angekündigt, mit der HafenCity-U-Bahn (U4) kommen. Steilshoop ist ein Mieter-Stadtteil. Reihen- und Einfamilienhäuser stehen nur am Rand der Siedlung und werden selten verkauft. Neubau findet auch kaum statt.

Preise Euro / Quadratmeter

Miete (netto-kalt, Ø) unter 6,50 Euro

Eigentumswohnungen (Bestand) 1250

Einfamilienhäuser (inkl. Grundstück) k. A.

Bauland (Mittelwert: 234) 225 bis 240

Alle Stadtteile: www.abendblatt.de/go/aufgespuert

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