Nachfrage eingebrochen

Ausländische Immobilienbesitzer kehren Türkei den Rücken

Wegen der weltweiten Finanzkrise und unklarer Gesetze ist der Handel mit Ausländerimmobilien in der Türkei weitgehend zum Erliegen gekommen.

Istanbul. Wegen der weltweiten Finanzkrise und unklarer Gesetze ist der Handel mit Ausländerimmobilien in der Türkei weitgehend zum Erliegen gekommen. Wie die türkische Wirtschaftszeitung "Referans" am Donnerstag berichtete, versuchten viele Ausländer in den Touristenhochburgen am Mittelmeer ihre Häuser oder Wohnungen zu verkaufen. Allerdings gebe es derzeit keine Käufer.

"Im Jahr 2006 hatten wir allein in unserem Büro jede Woche zehn Ausländer, die alle gekauft haben. Jetzt ist diese Zahl auf Null gesunken", zitierte das Blatt einen Immobilienhändler in der bei Touristen beliebten Küstenstadt Bodrum. Seit dem Sommer vergangenen Jahres versuchten aber zunehmend mehr Kunden, ihre Objekte wieder zu verkaufen. Wohnungsmakler berichteten, das Vertrauen sei geschwunden, nachdem die Gesetze mehrfach geändert wurden.

In den Türkei befinden sich nach Angaben des Katasteramtes mehr als 66000 Immobilien in ausländischem Besitz. Beliebt sind die am Mittelmeer gelegenen Provinzen Antalya, Mugla und Aydin, außerdem Istanbul. Die Besitzer kommen demnach vor allem aus Deutschland, England, Griechenland und Irland.