Stichwort: Brustimplantat

Fachname : Mammaaugmentationsplastik. Allgemeines : Ist eine Frau mit Größe und Form ihrer Brust unzufrieden, lassen sich Implantate einsetzen, die mit Silikon, Kochsalzlösung oder Hydrogel gefüllt sind. Dadurch wird die Brust vergrößert. "Lässt man die Implantate nach Jahren entfernen, riskiert man, dass anschließend die Brust hängt", erklärt Dr. Angelika Biewener (55), Fachärztin für Plastische Chirurgie in Hamburg. Methode und Technik : Über einen Schnitt in der Unterbrustfalte, am Unterrand der Brustwarze oder in der Achsel wird zwischen Brustdrüse und Brustmuskulatur ein Implantat eingesetzt. Über den Schnitt in der Unterbrustfalte ist es auch möglich, das Implantat unter dem Brustmuskel zu platzieren, was bei sehr schlanken Frauen bevorzugt wird. Zum Schluss wird in jede Brust ein Plastikschlauch eingelegt, über den das Wundsekret abläuft, und anschließend die Wunde verschlossen. OP-Dauer : Eineinhalb bis zwei Stunden. Danach bleibt man mindestens bis zum Abend in der Klinik, um sich von der Operation zu erholen. Nachsorge und Verlauf : Nach dem Eingriff wird für drei Tage ein Kompressionsverband angelegt. Vier Wochen lang muss ein Sport-BH oder ein spezieller Kompressions-BH getragen werden. Nach dieser Zeit kann man wieder Sport treiben. Der Plastikschlauch wird nach drei Tagen entfernt und die Fäden nach einer Woche gezogen. Ziehender Schmerz und ein Fremdkörpergefühl in der Brust werden oft geschildert, klingen aber nach wenigen Wochen ab. Spezielle Risiken : Das Brustimplantat ist ein Fremdkörper. Deshalb bildet sich um das Implantat eine dünne Hülle aus Bindegewebe. Daraus kann sich eine fühlbare Verhärtung um das Implantat entwickeln und die Brust kann schmerzempfindlich werden. Dies ist die so genannte Kapselfibrose. Nach rund zehn bis fünfzehn Jahren können die Implantate stark abgenutzt sein und müssen dann gewechselt werden. Durch die Implantate ist das Stillen prinzipiell nicht beeinträchtigt. Kosten : Der Eingriff kostet rund 4000 Euro.