Hamburger Studenten übten "vor Gericht"

Hitzige Diskussion vor dem Schiedsgericht, temperamentvolle Plädoyers, Ehrgeiz und Spaß - in sogenannten Moot Courts üben sich Jurastudenten in simulierten Gerichtsverhandlungen. Zum weltweit größten Jura-Wettbewerb, dem 15. VIS International Commercial Arbitration Moot in Wien, sind vergangene Woche auch Hamburger Jung-Juristen angereist. Und schafften es unter den 204 Teams sogar bis ins Finale. "Es war sehr viel Arbeit, insgesamt ein Semester für die Vorbereitungen", sagt Studentin Marte Wagner. Sie leitete das siebenköpfige Team der Uni Hamburg, das gewaltig Konkurrenz hatte: Neben Elite-Universitäten wie Harvard, Yale und Oxford debattierten Teams aus aller Welt. Das Thema: Rechtsstreitigkeiten im internationalen Warenkauf. Innerhalb von acht Wochen mussten die Teams eine 55-seitige Klage- und Beklagtenschrift erarbeiten, die sie später vor "Gericht" präsentierten. Dann kämpften die Teams eine Woche um Preise und Paragrafen. "In die finale Runde haben wir es geschafft", freut sich Teamleiterin Wagner. Damit sichern sich die Hamburger Platz 64. Beim abschließenden "Award Bankett" wurden die besten Sprecher und Schriftsätze ausgezeichnet. "Vier von sieben Teammitgliedern haben von uns plädoyiert. Wir sind in diesem Jahr das einzige Team, bei dem alle vier ausgezeichnet wurden."

© Hamburger Abendblatt 2018 – Alle Rechte vorbehalten.