Bankgeschäfte per Handy stärker gefragt

Die Abwicklung von Bankgeschäften und Finanzdienstleistungen über mobile Endgeräte, zum Beispiel Handys, ist auf dem Vormarsch. Das zeigt eine Studie der Universität Hamburg. Nicht nur in Deutschland, auch international komme das sogenannte Mobile Banking in Fahrt.

Im ersten Anlauf vor etwa vier Jahren sei das mobile Ausführen von Bankgeschäften weitgehend gescheitert, so die Hamburger Forscher. Sie befragten 450 potentielle Kunden nach dem persönlichen Nutzen einzelner mobiler Bankdienste. Danach steht der Wunsch nach mehr Mobilität im Vordergrund. Dabei spielt die zunehmende Verbreitung der UMTS-Technologie eine Schlüsselrolle, da erst sie die notwendigen Übertragungsraten ermöglicht.

Mit Mobile Banking lassen sich Konten und Depots führen oder (Finanz-)Informationen abrufen. In der Studie zeigten sich 92 Prozent aller Befragten offen für mobile Transaktionen ("Überweisung tätigen"), mehr als 60 Prozent waren bereit, dafür eine Gebühr zu bezahlen. Dienste, die als kompliziert empfunden werden, etwa der Kauf von Standardversicherungen (Beispiel: Reiseschutz), wurden mehrheitlich abgelehnt.

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