Neu-Delhi

In dieser Stadt ist Sport ungesund

Neu-Delhi.  Immer wieder verschwindet Neu-Delhi unter einer Dunstglocke aus Schmutz und Staub. Die Hauptstadt des Landes Indien zählt zu den größten Städten der Welt. Und zu den schmutzigsten.

Dort rauchen viele Schornsteine, fahren viele Autos – und viele Leute verbrennen ihren Müll oder die Abfälle auf den Feldern rund um die Riesenstadt. Dass Ärzte in Neu-Delhi vor der ungesunden Luft warnen, ist für die Bewohner schon normal geworden. Viele tragen auf den Straßen Atemschutzmasken. Durch diese Masken wollen sie weniger Schmutz einatmen.

Gerade ist die Luft in Neu-Delhi besonders schlecht. Wenn man einen Tag in Neu-Delhi verbringe, sei das so, als rauchte man an dem Tag circa 40 Zigaretten, warnten Experten. Trotzdem hielt das Tausende Sportler nicht davon ab, dort einen Halbmarathon zu laufen. Etwas mehr als 21 Kilometer rannten die Läufer durch den Dreck. Ihren Lungen taten sie dabei bestimmt keinen Gefallen. Denn beim Rennen atmeten sie den Schmutz viel schneller und tiefer ein.

„Die Atmosphäre war toll, aber die ungesunde Luft laugt einen aus“, sagte ein Teilnehmer nach dem Lauf. „Man kann seine Muskeln trainieren, um ein guter Läufer zu werden. Aber wie soll man seine Lunge trainieren, keine schlechte Luft aufzunehmen?“