Wissenschaft

Ein Krebs im fremden Haus

Was ist denn da los? Stapft da eine Muschel über den Strand? Geht man näher heran, sieht man: Da ist ein kleiner Krebs unterwegs. Er heißt Einsiedlerkrebs. Die Muschel ist auch keine Muschel, sondern ein leeres Schneckengehäuse. Darin suchen die Tiere Schutz. Kommt ein Feind zu nahe, ziehen die Krebse sich wie eine Schnecke ins Häuschen zurück. Denn sie haben einen weichen, ungepanzerten Hinterleib. Einsiedlerkrebse ziehen sich auch in den Sand zurück. Sie können sich mitsamt dem Schneckengehäuse verbuddeln.

Seine Schneckenhäuser muss der Einsiedlerkrebs wechseln, denn sie wachsen ja nicht mit. Wenn es zu klein wird, sucht er sich ein neues, größeres. Hat er ein passendes Haus gefunden, hält er es mit den Zangen fest. Dann drückt er seinen Hinterleib aus dem alten Haus nach oben und lässt sich blitzschnell in sein neues Haus hinabsinken. Manche Einsiedlerkrebse leben in einer Gemeinschaft mit Korallen. Dies hat den Vorteil, dass sie ihr Haus nicht wechseln müssen. Denn die Koralle wächst mit.