Energie aus Kernfusion – Experimente sollen im Sommer starten

Greifswald. Nach jahrelangen Verzögerungen nähert sich das Fusionsexperiment „Wendelstein 7-X“ seinem Betrieb. Die Forscher des Max-Planck-Instituts für Plasmaphysik in Greifswald haben mit dem Herunterkühlen von 450 Tonnen Metall auf minus 270 Grad Celsius begonnen – Voraussetzung dafür, dass die Magnetspulen supraleitend werden, in denen später das bis zu 100 Millionen Grad heiße Plasma gehalten werden soll.

Im Spätsommer wollen die Forscher mit den ersten Tests mit Wasserstoff und Helium beginnen, um die Verschmelzung von Atomkernen ähnlich den Prozessen auf der Sonne zu erforschen. Die Betriebsgenehmigung steht noch aus. Die Sicherheitsbedenken zur Abschirmwirkung der Experimentierhalle gelten aus Sicht des Landesamtes durch ein Gutachten aber als „vollständig entkräftet“. Ein Gramm Brennstoff könnte den Forschern zufolge in einem Kraftwerk 90.000 Kilowattstunden Energie erzeugen – die Verbrennungswärme von elf Tonnen Kohle.