Sicherheitslücke bei älteren Android-Versionen

Hannover. Die meisten Sicherheitslücken für Computer und Smartphones sind für viele Endnutzer eher theoretische Probleme. Doch die vor kurzer Zeit bekanntgewordene Webview-Sicherheitslücke auf älteren Android-Smartphones ist ein ernstes Problem, wie ein Test von „heise security“ gezeigt hat. Die Experten konnten nachweisen, dass über manipulierte Webseiten weitreichender Zugriff auf die Geräte möglich ist. Wer Android 4.3 oder älter nutzt, sollte dringend dem Ratschlag von Google folgen und den mitgelieferten Browser des Smartphones durch einen moderneren ersetzen. Als Beispiele werden Chrome und Firefox genannt. Beide gibt es kostenlos im Play Store.

Als Grundlage des Tests diente eine Angriffssoftware des Sicherheitsforschers Tod Bearsley. Damit war es möglich, Webseiten zu erstellen, die unsichtbar im Hintergrund andere Webseiten fernsteuern. So könnte etwa auf einem Smartphone eine Webseite aufgerufen werden, die unsichtbar im Hintergrund auf die E-Mails im eingeloggten Webmailer zugreift. Auch Apps könnten so installiert werden. Der Exploit erlaubt auch den unsichtbaren Aufruf der Web-Version von Googles Play Store inklusive App-Installation. Andere Lücken erlaubten das Ausführen zahlreicher Befehle, etwa das unbemerkte Einschalten des Mikrofons, oder das Abfragen aller im Browser gespeicherten Cookies.