Verschmutzung begann lange vor Industrialisierung

Columbus/Lima. Schon weit vor der industriellen Revolution haben Menschen großflächig die Umwelt verschmutzt. Das zeigt die Analyse eines Eis-Bohrkerns von einem peruanischen Gletscher. Demnach waren schon kurz nach der spanischen Eroberung Staubwolken mit Stoffen wie etwa Blei über Südamerika gezogen. Im 20. Jahrhundert erreichten deren Ablagerungen dann ein beispielloses Ausmaß. Das berichten die US-Forscher der Ohio Staatsuniversität in Columbus im Fachblatt „Proceedings“.

Der Bohrkern vom Gletscher Quelccaya (5600m) in Südperu deckt den Zeitraum 793 bis 1989 ab. Im Eis hinterließ schon die Ausdehnung des Inka-Reichs im späten 15. Jahrhundert Spuren der damaligen Bronze-Herstellung. Nach der Eroberung durch die Spanier und rund 250 Jahre vor Beginn der industriellen Revolution stiegen die Werte für eine ganze Reihe von Stoffen dann deutlich.

( (dpa) )

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