Virus tötet Pandabären in China

In einer Aufzuchtstation starben vier der bedrohten Tiere. China investiert Millionen in ihre Zucht

Peking. Ein gefährliches Virus hat in China vier Pandabären getötet. Das jüngste Opfer des Caninen Staupevirus war die sechs Jahre alte Feng Feng, die trotz tagelanger Behandlung an Herzversagen starb, wie die Nachrichtenagentur Xinhua meldete. Ärzte hatten bis zuletzt um sie gekämpft, aber Herz, Leber, Nieren und Lunge waren bereits schwer geschädigt.

Panda-Forscher Hu Jinchu nannte das Canine Staupevirus (CDV) in einem Interview den gefährlichsten „Panda-Killer“. Seit Ausbruch des Virus in einer Aufzuchtstation in der Millionenstadt Xi'an im Dezember waren schon drei Tiere dem Erreger erlegen, ein weiteres überlebte den Infekt. Bislang sind keine weiteren Infektionen mit dem Virus nachgewiesen worden.

Trotzdem sprechen Fachleute vom schlimmsten Ausbruch des Virus in China. Manche Experten machen den engen Kontakt mit Menschen dafür verantwortlich. Die übrigen Aufzuchtstationen sind in Alarmbereitschaft, manche haben vorläufig Besuche von Touristen abgesagt. Andere Experten vermuten hingegen, dass infizierte Tiere in das Gehege gelangt sein könnten. Die Krankheit tritt oft bei Hunden und Wildtieren auf. Die Übertragung des Virus erfolgt meist über Körperflüssigkeiten oder über infizierte Nahrung oder Wasser. Wenn erste Symptome wie Infektionen der Atemwege, Fieber oder Lungenentzündung auftreten, liegen die Überlebenschancen des betroffenen Tieres bei etwa 20 Prozent.

Große Pandas leben hauptsächlich in den Bergen Zentralchinas. Aufgrund von Rodungen für die Landwirtschaft haben die Tiere einen Großteil ihres Lebensraumes verloren. Ihr Bestand wird auf 1600 Tiere geschätzt.