Kreditkartendaten

Anonymisierte Datensätze nicht so sicher wie gedacht

Berlin. Einzelne Menschen können mitunter mit wenig Aufwand aus großen, anonymisierten Datensätzen herausgepickt werden. Das fanden Forscher am US-amerikanischen Massachusetts Institute of Technology (MIT) und der dänischen Universität Aarhus heraus. Sie untersuchten einen Satz Kreditkartendaten von 1,1 Millionen Menschen. Die Daten enthielten weder Namen noch Kontonummern, sondern lediglich Tag, Ort und Höhe der Zahlungen, die von einem bestimmten Konto getätigt worden waren. Dennoch konnten die Forscher einen einzelnen Menschen mit hoher Wahrscheinlichkeit in dem Datensatz wiederfinden. Dazu mussten sie lediglich vier Bezahlvorgänge von ihm kennen und mit dem Datensatz abgleichen. Solche privaten Infos können etwa aus einem öffentlichen Tweet oder einer Bewertung im Internet abgeleitet werden.