Soja-Moratorium zum Schutz des Regenwaldes funktioniert

Belém. Das Soja-Moratorium im Amazonasgebiet sollte über das anvisierte Ende im Mai 2016 hinaus ausgedehnt werden. Andernfalls drohe die Abholzung des Regenwalds zum Anbau der Hülsenfrüchte wieder zuzunehmen, mahnen Wissenschaftler aus den USA und Brasilien im Magazin „Science“. Das Moratorium sei ein großer Erfolg, und ein gleichwertiger Ersatz sei bislang nicht in Sicht.

In der Vereinbarung verpflichteten sich Großhändler, kein Soja aufzukaufen, das von Flächen im brasilianischen Amazonasgebiet stammt, die nach Juli 2006 abgeholzt wurden. Zwischen 2001 und 2006 wuchsen dort die Sojafelder um eine Million Hektar, schreiben die Forscher. Oft seien große Waldflächen direkt in Sojafelder umgewandelt worden. In den Folgejahren bis 2014 entstanden nur etwa ein Prozent der neuen Anbauflächen auf frisch abgeholztem Gebiet. Die Savannen (Cerrados) sind allerdings nicht geschützt.