Ozeanforschung

Westantarktis schmilzt durch warme Meeresströmungen

Kiel/Irvine. Warme Meeresströmungen lassen das Schelfeis in der Westantarktis zunehmend von unten abschmelzen. Daten eines Forscherteams zeigen, dass rund um die Antarktis in der Tiefe Wassermassen zirkulieren, die 0,5 bis 1,5 Grad Celsius warm sind und deren Temperatur zunimmt. Zudem steigt dieses Tiefenwasser inzwischen verstärkt bis an das westantarktische Schelfeis auf, berichten die Wissenschaftler vom Geomar-Forschungszentrum für Ozeanforschung in Kiel im Fachblatt „Science“. Eine zweite Studie zeigt, dass nicht nur das auf dem Meer aufliegende Schelfeis schwindet, sondern dass auch die dahinterliegenden Gletscher im Rekordtempo abschmelzen.