Alsterschwäne wegen Vogelgrippe in „Zeltstadt“

Hamburg. Zum Schutz vor der Vogelgrippe kommen die Hamburger Alsterschwäne voraussichtlich unter ein Zeltdach. Mit dem Aufbau der mobilen Konstruktion über dem Winterquartier der Tiere am Eppendorfer Mühlenteich werde vermutlich Anfang nächster Woche begonnen, sagte Schwanenvater Olaf Nieß. Eine endgültige Entscheidung gebe es aber noch nicht. Die Beratungen der zuständigen Fachdienststellen dauerten an.

Die „Zeltstadt“ aus Lkw-Planen soll 600 Quadratmeter des Teiches überspannen und den 120 Schwänen Schutz vor Ansteckung durch Wildvögel bieten. An den Eingängen der hermetisch abgeschlossenen Anlage werde es Desinfektionsschleusen geben. Die Alsterschwäne hatten im Winter 2005/2006 schon einmal wegen der Vogelgrippe „zelten“ müssen.

Seit Dienstag gilt bei allen Hamburger Geflügelhaltern eine Stallpflicht für die Tiere. Bei Verstößen drohen Bußgelder bis zu 30.000 Euro. Hintergrund ist, dass auf der Insel Ummanz bei Rügen am Wochenende das gefürchtete Vogelgrippe-Virus H5N8 erstmals in Europa bei einem Wildvogel, einer Krickente, nachgewiesen wurde. Zuvor war der Erreger in einer Putenhaltung in Vorpommern, den Niederlanden und Großbritannien aufgetreten.

Auch der Tierpark Hagenbeck bringt nach Absprache mit der Amtstierärztin seine Laufvögel in Ställen unter. Betroffen sind Hühner, Gänse und drei Strauße. Auch die Truthühner, die mit Wapiti-Hirschen in einem Gehege leben, müssen in einen Stall.