Aus der Petrischale

Erstmals „Mini-Mägen“ aus Stammzellen gezüchtet

Washington. Forscher in den USA haben erstmals aus Stammzellen „Mini-Mägen“ gezüchtet, welche die Erforschung von Krebs oder Magengeschwüren voranbringen könnten. Wie die Fachzeitschrift „Nature“ berichtete, ist das im Labor gezüchtete Gewebe wie die „Miniaturausgabe eines Magens“. Den Forschern zufolge wurden dafür pluripotente Stammzellen verwendet – also Zellen, die noch nicht für ein bestimmtes Organ programmiert sind. Aus den Zellen züchteten die Forscher in der Petrischale Magenzellen im Entwicklungsstadium, mit denen der Magen-Darm-Trakt aufgebaut wird. Die „Mini-Mägen“ seien allerdings noch in einem sehr frühen Stadium und könnten bisher nicht das Gewebe eines Magens ersetzen. Tests mit Mäusen zufolge könnten aber eines Tages mit gezüchtetem Gewebe etwa Löcher geschlossen werden, die durch Magengeschwüre verursacht wurden.